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16.11.2017
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Duales Studium – Duales Studiengängen auf dem Vormarsch

Duale Studiengänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gab es vor zehn Jahren ca. 300 duale Studiengänge, so werden heute schon über 700 angeboten. Absolute Spitzenreiter sind dabei die Wirtschaftswissenschaften mit mehr als 300 verschiedenen dualen Studiengängen, gefolgt mit einigem Abstand von der Informatik, dem Maschinenbau und der Elektrotechnik.

Welche Studiengänge werden angeboten?

Duale Studiengänge werden in Eigenverantwortung von den teilnehmenden Hochschulen selbst ausgearbeitet und durchgeführt. So gibt es von Hochschule zu Hochschule unterschiedliche Konzepte.

Studenten, die sich für ein duales Studium interessieren, können meistens zwischen zwei weitverbreiteten Alternativen auswählen: Es gibt Studiengänge, die eine klassische Ausbildung integrieren, das heißt, sie verbinden ein normales Vollzeithochschulstudium mit einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb. Neben der Arbeit im Betrieb absolvieren die Studenten theoretische Lernblöcke in der Hochschule und besuchen zusätzlich eine geeignete Berufsfachschule. Angestrebt wird bei dieser Art von Studiengängen ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

Andere Studiengänge gehen praxisorientierter vor. Gelernt wird ebenfalls an einer Hochschule oder Fachhochschule, die einen dualen Studiengang anbietet. Allerdings erfolgen hier längere Praxisblöcke im entsprechenden Unternehmen. Die Absolventen erhalten bei dieser Variante einen Hochschulabschluss und besitzen praktische Erfahrung im Betrieb. Einige Studiengänge bieten auch beide Abschlüsse in Kombination an.

Vor- und Nachteile des dualen Studiengangs

Die Vorteile beider Arten von Studiengängen liegen auf der Hand, die Nachteile sind nicht ganz so eindeutig auszumachen. Der Arbeitgeber übernimmt alle anfallenden Studiengebühren und entlohnt seinen Studenten mit einem monatlichen Gehalt, sodass kein Nebenjob mehr nötig ist. Der Student kann sich voll und ganz auf die Studieninhalte konzentrieren und hat bereits eine meist vertraglich zugesicherte Anstellung in der Rückhand. Durch den eindeutigen Praxisbezug verkürzt sich die Einarbeitungsphase in das Unternehmen merklich ab und mit der späteren Anstellung besitzt der Student bereits ein entwickeltes soziales und berufliches Netzwerk im neuen Unternehmen. Die Studienzeit ist effektiv und mit drei bis vier Jahren vergleichsweise kurz. Die Studenten werden intensiv betreut und durch kleine Vorlesungsgruppen optimal gefördert.

Durch diese Voraussetzungen hoch motiviert bringen die Absolventen eines dualen Studienganges gute bis sehr gute Leistungen hervor, obwohl sie neben dem Studium und während der Semesterferien arbeiten müssen. Das mit der Hochschule verbundene Unternehmen gewährt zum Ausgleich dafür ca. 30 Tage Urlaub im Jahr.

Die Doppelbelastung lässt allerdings wenig Raum für ein typisches Studentenleben. Vorlesungen finden häufig an den Wochenenden und am Abend statt. Familie und Freunde müssen zeitweise zurückstecken und dem Studierenden den Rücken frei halten und stärken. Nachteilig ist außerdem, dass die Studenten eines dualen Studienganges sich in ihren Entfaltungsmöglichkeiten sehr einschränken lassen müssen. Es gibt keine Möglichkeit andere, vergleichbare Unternehmen durch Praktika näher kennenzulernen. Die Abhängigkeit zum gewählten Unternehmen ist aufgrund vertraglicher Gebundenheit sehr groß. Oft müssen die Studenten bei einem Studienabbruch Rückzahlungen an das entsprechende Unternehmen leisten.
Zusätzlich werden hohe Ansprüche an die seelische Belastbarkeit, an die Mobilität und Flexibilität gestellt.

Aussichten und Chancen

Die Aussichten nach einem erfolgreich durchlaufenen dualen Studiengang können jedoch durchaus als rosig angesehen werden, das Renommee der Absolventen ist in allen Unternehmen hoch und die vollbrachte Leistung und die von vielen Unternehmen gewünschte Praxisnähe wird durchaus anerkannt. Ein reines Hochschulstudium ist vielen Studenten der dualen Studiengänge und vielen Unternehmen zu theoretisch.
Eine klassische Ausbildung wiederum bietet diesen Hochschülern geistig zu wenig und weist zu wenige Aufstiegschancen auf. Der mit dem dualen Studiengang eingeschlagene Mittelweg scheint ein derzeitiges Erfolgsrezept für viele Studienanfänger zu sein.

Weitere Infoquellen:
www.dhbw.de



Onlinestudium – Definition und Abgrenzung

Onlinestudiengänge haben sind mittlerweile landesweit anerkannt und werden immer beliebter. Praktisch sind sie insbesondere dann, wenn der Wunschstudiengang vor Ort oder in näherer überregionaler Umgebung nicht verfügbar ist oder man aufgrund körperlicher Eingeschränktheit nicht an einem Vollzeit Präsenzstudium teilnehmen kann. Inhalte werden dabei online zur Verfügung gestellt und das Studium erfolgt zum größten Teil von Zuhause aus. Eine Internetverbindung ist daher unausweichlich. Doch was genau versteht man unter einem Onlinestudium und wie läuft es ab?

Onlinestudium - wie funktioniert das?

Ein Onlinestudium ist ein klassisches Fernstudium, bei dem es nur wenig Präsenzzeiten gibt, welche für ein normales Studium charakteristisch sind. So haben sich die Studenten in die Universität oder Fachhochschule zu begeben, um Vorlesungen und Seminare zu besuchen. Bei manchen privaten Bildungsträgern ist die vollständige Präsenz während der kompletten Dauer des Studiums sogar Pflicht.

Beim Onlinestudium hingegen werden Lehrinhalte in digitaler Form bereitgestellt, so dass der teilnehmende Student am PC von Zuhause aus die Inhalte abrufen und bearbeiten kann. Meistens gibt es dazu eine Plattform oder ein Studienportal des Bildungsträgers, wo das Angebot mit ein paar Mausklicks zu finden ist. Manche Anbieter schicken Dokumente auch per Post zum Studierenden nach Hause. Der Trend geht jedoch dahin, dass Lerninhalte vollständig digitalisiert werden und auf der jeweiligen Plattform zum Abruf bereitstehen.

Normalerweise umfasst ein Onlinestudium Präsenzzeiten von 10 - 20%, die meist dann zum Tragen kommen, wenn Prüfungen anstehen. Diese werden dann in den Räumlichkeiten einer Fachhochschule oder Universität, die dem Bildungsträger gehören, abgehalten. Andernfalls werden Räumlichkeiten angemietet.

Alternativ dazu können Prüfungen auch online durchgeführt werden. Hierbei ist es allerdings schwieriger, die Ehrlichkeit der Studenten zu überwachen. Eine mitlaufende Zeituhr verhindert, dass nach Antworten im Internet gesucht wird.

Die digitalisierten Lehrinhalte eines Onlinestudiums stehen den Studierenden in Form von Texten und Videos zur Verfügung.

Welche Formen des Onlinestudiums gibt es?

Ein Onlinestudium können reine Weiterbildungskurse oder Fortbildungen sein, die z. B. Mitarbeitern von Firmen jobrelevantes Wissen vermitteln. So kann eine Firma ihre Verkäufer im Außendienst zu einem neuen Produkt schulen oder eine Physiotherapiepraxis ihren Angestellten eine Fortbildung ermöglichen, zu der nicht irgendwo hin gereist werden muss. Diese Art des Onlinestudiums ist weniger umfangreich als ein Vollzeitstudium, dennoch gibt es auch hier am Ende meist eine Abfrage des Wissens, z. B. in Form einer kleinen Prüfung. Darüber hinaus existieren viele Bachelor- und Masterstudiengänge bereits als Onlinestudium, sind dementsprechend umfangreich und von zuhause aus zu bewältigen. Allerdings sollte bei der Auswahl des Studiengangs darauf geachtet werden, dass er das Online Angebot des Bildungsträgers landesweit anerkannt ist. Dies ist nicht bei allen Online Abschlüssen der Fall.

Für wen eignet sich ein Onlinestudium?

Ein Onlinestudium eignet sich in erster Linie für alle, die nicht dauerhaft vor Ort an einer Fachhochschule oder Universität präsent sein können. Die Gründe dafür können verschieden sein. Eingeschränkte Mobilität, ein kleines Kind zuhause, Studium neben dem Beruf, Profisportler, etc.

Natürlich kann ein Jeder ohne besonderen Grund ein Onlinestudium wählen. Es gehören jedoch einige Eigenschaften dazu, die gegeben sein sollten, um den Studiengang erfolgreich abzuschließen. Ein Onlinestudium erfordert nämlich viel Selbstdisziplin und Arbeit in Eigenregie, da weder Kommilitonen noch Professor anwesend sind, um zu helfen. Lerngruppen können höchstens digital gebildet werden und Ansprechpartner sind meist nur telefonisch zu erreichen. Wer gerne autodidaktisch arbeitet, wird sich mit einem Onlinestudium wohlfühlen. Auch gehört ein geschicktes Zeitmanagement dazu, insbesondere dann, wenn das Studium neben dem Beruf oder anderen Verpflichtungen erfolgt.

Quellen:
www.onlinestudium.de
www.fern-studium.de

www.duales.de