Aktuelle Stellen
Terminkalender
23.11.2017
BeSt³ Salzburg
Salzburg

Wirtschaftsingenieurwesen



Wirtschaftsingenieure stellen sich komplexen Herausforderungen. Sie haben gleichzeitig die Technik und die Ökonomie im Blick. Das unterscheidet sie wesentlich von den technisch spezialisierten Ingenieuren. Doch was macht ein Wirtschaftsingenieur konkret? Welche Inhalte begegnen ihnen im Studium und was ist unter dem Begriff Wirtschaftsingenieurwesen zu verstehen? Der folgende Artikel informiert.

Was ist Wirtschaftsingenieurwesen?

Grundsätzlich gilt das Wirtschaftsingenieurwesen als interdisziplinärer Studiengang. Es vereint die Wirtschaftswissenschaften mit den Ingenieurswissenschaften. Zudem integriert dieser Berufszweig rechtswissenschaftliche Anteile. Dabei entstand das Wirtschaftsingenieurwesen bereits im späten 19. Jahrhundert. Seither erfolgt die Ausbildung in Form eines Studiums.

Wirtschaftsingenieure stellen aufgrund der vermittelten Ausbildungsinhalte die Schnittstelle zwischen der Betriebswirtschaft und dem Ingenieurswesen dar. Diese hohe Vielseitigkeit schlägt sich ebenso in der Zielsetzung des Berufszweigs nieder: Wirtschaftsingenieure optimieren die Betriebsabläufe im Hinblick auf die technischen Prozesse. Zugleich sorgen sie für optimale Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Das Studium zum Wirtschaftsingenieur: Inhalte und Formen

Es existieren mehrere Optionen, um Wirtschaftsingenieur zu werden. Allerdings erfordert jede einzelne ein Studium, um sich als Wirtschaftsingenieur bezeichnen zu dürfen. Speziell in Deutschland erfolgt das Studium in Form eines Simultan- oder Aufbaustudiums an einer Hochschule (Duale Hochschulen, Fachhochschulen oder Universitäten) oder einer Berufsakademie. Für gewöhnlich gliedert sich solch ein Studium seit der Bologna-Reform in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang, einen Diplomstudiengang bieten Hochschulen nur noch selten an.

Das Simultanstudium ist der übliche Regelfall und erfolgt für gewöhnlich in Vollzeit. Dagegen richtet sich das Aufbaustudium vor allem an jene Absolventen, die bereits einen technischen Studiengang abgeschlossen haben und denen lediglich die rechtswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Anteile fehlen. Insbesondere für das Aufbaustudium existiert zusätzlich die Option eines Fernstudiums.

Prinzipiell ist heutzutage das interdisziplinäre Studium in einen dreijährigen Bachelorstudiengang gegliedert, der die Grundlagen vermittelt. Anschließend besteht die Möglichkeit, einen Masterabschluss nach weiteren zwei Jahren zu erlangen. Dieser bietet sich vor allem an, wenn eine Führungsposition angestrebt wird. Denn der Masterstudiengang vermittelt insbesondere Managementqualifikationen und Führungskompetenzen. Dabei ist ebenfalls ein Auslandsaufenthalt ratsam, da die meisten Führungspositionen in international tätigen Unternehmen bestehen.

Während des Studiums erwerben die Studenten Know-how in ingenieurswissenschaftlichen, rechtswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen. Das bedeutet, dass der Studiengang für gewöhnlich Inhalte in folgenden Bereichen vermittelt:

Details zum Studium Wirtschaftsingenieurswesen

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Informatik
  • (Fertigungs-)Technik
  • Physik
  • Logistik
  • Marketing
  • Maschinenbau
  • Mathematik
  • Rechtswissenschaften

Was macht ein Wirtschaftsingenieur nach dem Studium?

Nach dem Studium sind Wirtschaftsingenieure in zahlreichen Berufsfeldern gefragt. Sie verfügen über viel Know-how und zeichnen sich durch Vielseitigkeit aus. Deshalb empfiehlt sich schon im Studium die Spezialisierung auf einen Schwerpunkt. Generell unterstützt ein Wirtschaftsingenieur die Kommunikation zwischen der Ökonomie und der Technik in einem Unternehmen.

Im Gegensatz zu Ingenieuren behalten Wirtschaftsingenieure neben dem Technischen ebenso die Wirtschaft und die Produktivität im Blick. Daneben sind sie am Optimieren von Prozessen beteiligt. Zudem sind sie befähigt, bei Produktionsabläufen die Kosten angemessen zu kalkulieren.

Für einen Wirtschaftsingenieur ergeben sich daher mehrere Berufsfelder als mögliche Einsatzgebiete. Sie sind oft in der Systemadministration, dem Einkauf, Controlling und im Rechnungswesen aufzufinden. Außerdem arbeiten sie vielfach in den Bereichen Vertrieb, Logistik, Marketing, Produktion, Fertigung, Qualitätsmanagement sowie Projektplanung und Projektmanagement.

Diese Vielseitigkeit zeigt sich ebenfalls in der Branche, in der Wirtschaftsingenieure tätig sind. Sie arbeiten beispielsweise in der Biotechnologie, in Forschungseinrichtungen, an Hochschulen, im Maschinenbau, in der Elektroindustrie oder der Fahrzeugindustrie.

Fazit

Das Wirtschaftsingenieurwesen birgt viele Chancen in sich. Absolventen dieser Studiengänge bilden eine spezialisierte Schnittstelle zwischen dem technischen Teil und dem wirtschaftlichen Teil eines Unternehmens. Dadurch ergeben sich zahlreiche Berufsoptionen, die allesamt hervorragende Aussichten für die berufliche Zukunft bieten.